Eine Auxiliary Power Unit ist ein kleines Turbinentriebwerk, meist im Heckkonus untergebracht, das elektrische Energie erzeugt und — bei den meisten Installationen — Zapfluft für die Klimatisierung liefert, während die Haupttriebwerke abgestellt sind. Sie ist der Grund, warum eine gut geführte Charterkabine kühl, beleuchtet und leise summend ist, wenn Sie an einem 35 Grad heißen Vorfeld einsteigen: Die Crew hat die APU zwanzig Minuten vor Ihrer Ankunft gestartet, die Klimapakete laufen lassen und die Kabine gekühlt, ohne die Haupttriebwerke je anzuwerfen.

Mechanisch ist die APU ein Miniatur-Strahltriebwerk, das denselben Kraftstoff aus denselben Tanks verbrennt. Der Verbrauch ist moderat, aber real — bei Midsize- und größeren Luftfahrzeugen etwa 15–30 Gallonen pro Stunde, sodass eine Stunde Bodenkomfort den Betreiber 100–250 USD an Kraftstoff kostet, zuzüglich Zyklen auf einer Komponente mit eigenem Wartungsplan. Die Alternative ist Bodenstrom: ein GPU-Wagen, der an das Luftfahrzeug angeschlossen und vom FBO für etwa 50–250 USD pro Einsatz bereitgestellt wird. Ein GPU versorgt Beleuchtung, Avionik und Ladegeräte, kann aber bei vielen Luftfahrzeugen die Klimapakete nicht so antreiben, wie es die APU-Zapfluft vermag — weshalb Crews an heißen Vorfeldern trotzdem die APU laufen lassen und weshalb FBOs in extremen Klimazonen auch Wagen mit vorkonditionierter Luft anbieten.

Für den Charterkunden ist die APU größtenteils unsichtbar und bereits eingepreist — verlängerter Bodenkomfort gehört zu dem, was der Stundensatz und die Nebenkosten abdecken. Bemerkenswert wird sie an den Rändern. Lange Wartezeiten mit Passagieren an Bord (ein Nachmittag mit „warten am FBO, wir starten vielleicht innerhalb der Stunde“) bedeuten Stunden an APU-Verbrauch, die auf einer Schlussrechnung als moderate Bodenstrom- oder Wartezeitgebühr erscheinen können. Manche Flughäfen — insbesondere lärmempfindliche europäische Plätze und einige US-Flughäfen mit anwohnerfreundlicher Ausrichtung — beschränken den APU-Betrieb auf 10–30 Minuten vor dem Abflug, sodass die Kabine beim Einsteigen wärmer oder kühler als üblich sein kann, ganz ohne Verschulden der Crew.

Eine Unterscheidung erspart Verwirrung am Vorfeld: Ein Turbinengeräusch zu hören bedeutet nicht, dass die Triebwerke laufen oder der Abflug unmittelbar bevorsteht — es ist fast immer die APU. Und nicht jedes Luftfahrzeug hat eine: Viele Turboprops und einige Very Light Jets verzichten ganz auf die APU, um Gewicht zu sparen, und verlassen sich stattdessen auf GPU-Wagen und schnelle Triebwerkstarts. Bei diesen Luftfahrzeugen ist es normal, ein paar Minuten näher an der Abflugzeit einzusteigen, in eine Kabine, die sich eher im Flug als davor abkühlt — ein kleiner Komfortunterschied zwischen den Klassen Very Light Jet und Midsize, der es selten in die Broschüre schafft.

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